PingoClock Release 1.5.6 – SSL Monitor und 404-Status für präzises Uptime Monitoring

Version 1.5.6 bringt zwei Verbesserungen, die auf den ersten Blick klein klingen, in der Praxis aber einen großen Unterschied machen: einen eigenen Status für SSL-Probleme und eine saubere Unterscheidung von 404-Fehlern. Wer mehrere Websites betreut, kennt das Problem – bisher sah ein abgelaufenes SSL-Zertifikat im Monitoring genauso aus wie ein echter Serverausfall. Das ist ab jetzt vorbei.
Ein Uptime-Monitor, der jedes Problem als „Down“ markiert, ist wie ein Arzt, der jede Erkrankung als „krank“ diagnostiziert – technisch nicht falsch, aber wenig hilfreich. Bisher hat PingoClock (wie die meisten Monitoring-Tools) genau das getan: Ob der Server nicht erreichbar war, das SSL-Zertifikat abgelaufen oder die Seite schlicht nicht gefunden wurde – alles landete in der gleichen „Offline“-Kategorie.
Das hatte konkrete Nachteile:
Version 1.5.6 löst das mit zwei neuen, eigenständigen Status-Werten.
ssl_warning – der dedizierte SSL MonitorDas Backend erkennt ab sofort drei Szenarien, die einen SSL-Fehler signalisieren, und behandelt sie separat vom gewöhnlichen Ausfall:
Szenario 1 – Zertifikat läuft bald ab: Das Zertifikat ist noch gültig, läuft aber innerhalb des konfigurierten Vorwarnzeitraums ab (Standard: 30 Tage, konfigurierbar). Fehlermeldung: „SSL certificate expires in X day(s) on YYYY-MM-DD“
Szenario 2 – Zertifikat abgelaufen, HTTP-Request schlägt fehl (neu): cURL bricht die Verbindung wegen eines abgelaufenen Zertifikats ab (cURL Error 60), bevor überhaupt eine HTTP-Antwort empfangen wird. Bisher landete dieser Fall im allgemeinen Fehler-Handler und wurde pauschal als down gespeichert. PingoClock erkennt jetzt den SSL-spezifischen Fehler, ruft das Ablaufdatum direkt per Socket-Verbindung aus dem Zertifikat ab und setzt den Status korrekt auf ssl_warning.
Szenario 3 – Zertifikat ungültig oder nicht verifizierbar (neu): Selbst-signierte Zertifikate, falscher Hostname oder andere Verifikationsfehler werden ebenfalls als ssl_warning klassifiziert, statt als pauschaler Ausfall.
ssl_warning, was als down?| Situation | Status bisher | Status ab 1.5.6 |
|---|---|---|
| Zertifikat läuft in < 30 Tagen ab | ssl_warning | ssl_warning ✅ |
| Zertifikat abgelaufen (cURL Error 60) | down | ssl_warning ✅ |
| SSL ungültig / nicht verifizierbar | down | ssl_warning ✅ |
| Server nicht erreichbar (Timeout, DNS) | down | down ✅ |
| Falscher HTTP-Statuscode | down | down ✅ |
Wichtig für die Uptime-Berechnung: ssl_warning gilt als funktionaler Status. Die Domain ist erreichbar, hat aber ein Zertifikatsproblem. SSL-Warnungen fließen damit nicht als Ausfallzeiten in die Uptime-Statistik ein – eine deutlich realistischere Darstellung der tatsächlichen Verfügbarkeit.

In der Domain-Detailansicht wird der SSL-Warnung-Status oben prominent angezeigt. Charts und Down-Events-Anzeige berücksichtigen den neuen Status eigenständig – SSL-Ereignisse werden nicht länger mit echten Ausfällen vermischt.

In der Dashboard-Übersicht trägt die Domain-Card ein deutlich sichtbares gelbes „SSL-Warnung“-Badge. Über den Filter lässt sich das Dashboard gezielt nach Domains mit SSL-Problemen filtern – praktisch, wenn man als Agentur oder Freelancer viele Websites gleichzeitig im Blick behält.
Vorher: Alle SSL-Probleme wurden pauschal als „Offline“ gelistet – ohne Hinweis auf die eigentliche Ursache.

Nachher: Der Check-Verlauf zeigt ssl_warning als eigenen Eintrag – mit Zeitstempel, Antwortzeit, SSL-Status-Spalte und einer klickbaren Fehlermeldung.

Per Klick auf die Fehlermeldung öffnet sich ein Modal mit der vollständigen Fehlerbeschreibung – inklusive des genauen Ablaufdatums des Zertifikats.

Kein manuelles Nachschauen, kein Rätselraten – das genaue Ablaufdatum ist direkt im Monitoring sichtbar.
Das Benachrichtigungssystem unterscheidet jetzt präzise zwischen SSL-Ereignissen und echten Ausfällen:
up auf ssl_warning → SSL-Warn-Benachrichtigungssl_warning auf down → Down-Benachrichtigungdown auf ssl_warning → Wieder-erreichbar-Benachrichtigung (die Website ist technisch wieder da, hat aber noch ein Zertifikatsproblem)Das bedeutet: Kein falscher Down-Alarm mehr, weil ein Zertifikat abgelaufen ist. Und kein verschwiegenes SSL-Problem, weil es im allgemeinen „Offline“-Rauschen unterging.
Ein abgelaufenes SSL-Zertifikat gehört zu den vermeidbarsten Website-Ausfällen – und ist gleichzeitig einer der häufigsten. Die Gründe sind meist banal: automatische Verlängerungen schlagen fehl, nach einem Hosting-Wechsel wird das Zertifikat nicht korrekt eingerichtet, oder eine Subdomain gerät schlicht in Vergessenheit.
Die Folgen sind alles andere als banal:
Ein dedizierter SSL-Zertifikat-Monitor, der frühzeitig warnt, verhindert genau diese Szenarien. In PingoClock ist die SSL-Überwachung bei jeder Domain automatisch aktiv – kein separates Tool, keine manuelle Kontrolle, keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
404 – Erreichbar, aber Seite nicht gefundenDie zweite Neuerung in Version 1.5.6 ist die saubere Trennung von HTTP-404-Antworten vom gewöhnlichen Ausfall.
Technisch betrachtet ist ein 404 Not Found kein Ausfall: Der Server ist erreichbar, verarbeitet den Request und antwortet – nur die angefragte Seite existiert nicht. Bisher wurde das trotzdem als „Down“ gewertet, was zu unklaren Monitoring-Daten führte.
Das vollständige Status-Bild sieht damit so aus:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
up | Domain erreichbar, alles in Ordnung |
slow | Domain erreichbar, aber Antwortzeit überschreitet Schwellwert |
ssl_warning | Domain erreichbar, aber SSL-Zertifikat abgelaufen oder ungültig |
404 | Server erreichbar, aber angefragte Seite nicht gefunden |
down | Domain nicht erreichbar (Timeout, DNS-Fehler, Verbindungsfehler) |
unknown | Status konnte nicht ermittelt werden |
Die 404-Unterscheidung ist besonders hilfreich nach URL-Umstrukturierungen oder Relaunches: Statt eines pauschalen „Down“ ist sofort klar, dass der Server läuft – aber die spezifische URL nicht mehr existiert, vermutlich weil eine Weiterleitung fehlt.
Neuer Status ssl_warning – SSL-Probleme werden nicht mehr als Ausfall gewertet, sondern als eigenständiger Zustand dargestellt: im Dashboard, auf der Domain-Card, im Check-Verlauf, in der Filterauswahl und in der Uptime-Berechnung. Das Backend erkennt abgelaufene Zertifikate auch dann, wenn cURL die Verbindung abbricht, und ruft das genaue Ablaufdatum direkt aus dem Zertifikat ab.
Neuer Status 404 – HTTP-404-Antworten werden separat ausgewiesen und nicht länger mit echten Serverausfällen gleichgesetzt.
Verbesserte Fehlermeldungsanzeige – Im Check-Verlauf öffnet ein Klick auf die Fehlermeldung ein Modal mit der vollständigen Fehlerbeschreibung. Lange Meldungen werden nicht mehr abgeschnitten und die Tabellenspalten bleiben optisch stabil.
Präzisere Benachrichtigungen – Das Benachrichtigungssystem unterscheidet jetzt korrekt zwischen SSL-Ereignissen und echten Ausfällen, ohne Fehlalarme zu erzeugen.
PingoClock prüft das SSL-Zertifikat bei jedem regulären Monitoring-Check automatisch mit – kein separates SSL-Tool, keine manuelle Kontrolle. Mit dem kostenlosen Plan lassen sich bis zu 10 Domains überwachen. Pro- und Premium-Pläne ermöglichen kürzere Check-Intervalle (ab 5 Minuten) undBenachrichtigungen, auch bei SSL-Ereignissen. Hier findest Du mehr Informationen zu unseren Uptime-Monitoring Features.
Jetzt kostenlos starten: app.pingoclock.de
